SPD Fulda-West kritisiert Vorgehensweise bei Baugebiet "Haimbach Ost"

Kommunalpolitik

Was zurzeit mit dem geplanten Baugebiet „Haimbach-Ost“(Fuchsstraße) passiert ist ein regelrechter Schildbürgerstreich. Bauwillige aus dem Stadtteil Haimbach, die in ihrem Stadtteil ein Eigenheim errichten wollen, müssen sich von der Stadt irgendwie veralbert vorkommen, heißt es in einer Pressemitteilung des SPD-Ortsvereins Fulda-West.

Im Jahr 2004 erfolgte der Aufstellungsbeschluss und seitdem habe sich nichts mehr getan, kritisiert die stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende und Stadtverordnete Elena Tritschler. Jeder, der sich über dieses Baugebiet informiert weil er bauen möchte, wird vertröstet. Die Erschließung sei zu unwirtschaftlich und erst möglich, wenn das ehemalige Postgelände entwickelt werde. Klartext heißt das: seit 8 Jahren wird Haimbacher Bürgern der Mund wässrig gemacht und dann die lange Nase gezeigt!

Es könne nicht sein, dass ein Baugebiet ausgewiesen werde um dann zu sagen, aus wirtschaftlich Gründe werden wir es nicht realisieren. Das hätte man schließlich vorher wissen müssen und das Gebiet erst gar nicht ausweisen dürfen. Außerdem werden Erschließungskosten größtenteils von den Bürgerinnen und Bürgern bezahlt, so dass es sich ohnehin nur um eine Vorleistung handelt. Zudem wusste die Stadt bereits vor der Ausweisung des Baugebietes, dass sich davor das ehemalige Postgelände befindet und dieses nicht unbedingt im Zusammenhang mit einer dortigen Entwicklung gebracht werden konnte.

Der Verdacht, dass zuerst der neue Stadtteil Fulda-Galerie besiedelt sein soll, bevor weiter Baugebiete ausgewiesen werden, wurde zumindest dadurch nicht widerlegt, weil Bauwillige auf dieses Baugebiet oder auf das hochpreisige Neubaugebiet „Am Tannenstück“ in Fulda-Neuenberg hingewiesen wurden. Gerade dieses Baugebiet ist aber ein Beispiel, wie schnell man Baugebiete realisieren kann, wenn man nur will, so die Feststellung der Stadtverordneten.

Wenn junge Paare sich entschließen, Familien zu Gründen und sich, weil aus Haimbach stammend oder hier schon länger wohnend, in diesem Stadtteil im Eigentum niederlassen wollen: wie lange sollen die eigentlich warten? Eventuell bis zum Renteneintritt?

In Anbetracht der Tatsache, dass es derzeit nur noch wenige Bauplätze stadtweit gibt (von der Fulda-Galerie mal abgesehen) wäre es mehr als wichtig, dass sich die Stadt schleunigst darum kümmert, dass bereits ausgewiesene Baugebiete verwirklicht werden. Warten bis auf den St. Nimmerleinstag kann nicht die Alternative sein. Diese muss heißen, gegebenenfalls eine andere Erschließung als über das ehemalige Postgelände zu verwirklichen, fordert die Stadtverordnete Elena Tritschler.

 
 

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